Phönix Sinzheim I – VFL Waiblingen I 35:36 (21:20)
Das war es wohl für den BSV Phönix Sinzheim in der Oberliga Baden-Württemberg. Mit der knappen 35:36 Heimniederlage bekamen die Hoffnungen der Sinzheimer einen wohl entscheidenden Dämpfer aufgesetzt.
Von Beginn an hatten die Waiblinger den besseren Start, waren präsenter und setzten die Sinzheimer sofort unter Druck. Der BSV Deckungsverband fand überhaupt nicht ins Spiel. Torwart Peter Vrabel bekam in den ersten fünfzehn Minuten keinen einzigen Ball zu fassen. Über 0:1, 2:4 und 5:8 schien die Partie frühzeitig in die falsche Richtung zu laufen. Die Sinzheimer Spieler schienen alle Schlaftabletten genommen haben. Im kollektiven Tiefschlaf fand man einfach kein Mittel um die Torflut einzudämmen. Erst beim 10:10 kam etwas Leben in die Halle. Die Partie stand nun minuitenlang auf der Kippe, für den glücklosen Peter Vrabel kam Rudolf Osicka in das BSV Gehäuse. Beim 15:15 deutete alles auf eine Wende hin. Auch sicherlich ein Verdienst von Dominik Höll der nach seiner langen Verletzungspause wieder ins Team kam. Mit seinen Toren sorgte er für den Umschwung. Sinzheim ging angetrieben vom emsigen Mittelmann Felix Vogel mit 17:15 erstmals in Führung. Doch immer wieder sorgten einfache Fehler für die Anschlusstreffer der nie aufsteckenden Gäste. Beim 21:17 schien Sinzheim den Hebel umgelegt zu haben, doch was sich danach tat war den Zuschauern unverständlich. Wieder baute man den Gegner mit unerklärlichen Fehlern auf, so dass man nur mit einem knappen 21:20 in die Pause ging.
Nach der Pausenansprache legte der BSV nochmals zu, erhöhte bis auf 24:21. Doch dann meinten manche Spieler wohl, dass es so weiterlaufen müsste und man nahm sich viele unvorbereitete Würfe. Dies rächte sich schnell, Waiblingen witterte wieder Morgenluft und drehte die Partie sogar wieder. Diesen Knacks verdauten die jungen Sinzheimer Spieler nicht. Peter Kopecky und <Felix Vogel wechselten sich auf der Mittelposition ab, waren zwar umtriebig, letztendlich konnten sie jedoch ihre Mitspieler nicht zu größeren Taten motivieren. Auf der linken Halbposition klaffte ein großes Loch, nachdem Paul Nonnenmacher weiterhin verletzt ist. Dirk Holzner konnte die in ihn gesetzten Erwartungen erneut nicht erfüllen, glänzte jedoch mit einer makellosen Strafwurfquote. Die Partie tröpfelte nun so dahin, richtig kämpfen sah man den BSV nicht, man hatte den Eindruck die Spieler sind sich der Abstiegsgefahr nicht bewusst. Kurz vor Schluss kam man sogar noch heran, doch es war zu spät, Waiblingen schaukelte den knappen Sieg verdient nach Hause. Ein Freiwurf von Bergendi in letzter Sekunde verpuffte an der Mauer, genauso wie die Hoffnungen der Sinzheimer Mannschaft auf den Klassenerhalt.
Tore Sinzheim : Fritz 2,Höll 6,Kopecky 5,Vogel 5,Krell 3,Holzner 8/4,Marlok 6.
Waiblingen: Weckerle 5,Günthner 10, M.Schramm 1,Onofras 6,Steffens 6/2,A.Schramm 8/3
Zuschauer :280