Sinzheim I – Nußloch I 30:26 (14:12)

 

Mit einem toll erkämpften 30:26 Heimsieg, beendete Phönix Sinzheim eine katastrophale Serie von 3:23 Zählern. Die Zuschauer rieben sich ob der Startaufstellung verwundert die Augen. Neutrainer Frederik Beker  kannte nicht einmal den Namen eines Halblinken den er da in die Startsieben beorderte. Nur einmal hatte er Paul Nonnenmacher im Training gesehen. Aus der Not eine Tugend machend, es gibt ja momentan sonst keine Auswahl an Rückraumspielern, kam Paul zu seinem ersten kompletten Spieleinsatz. Er nutzte seine Chance und wurde zum spielentscheidenden Mann. Auch der Rest der Mannschaft schien bestens eingestellt.

Trotzdem brauchte man eine lange Anlaufzeit um ins Spiel zu finden. Diese Freiräume nutzte der Gast sofort aus um mit zwei Toren des Ex- Kronauers Tobias Scholtes mit 2:0 in Führung zu gehen. Bis zum 3:4 lief man den Gästen hinterher, zumal Nußloch mit Robbie Sowden einen Torhüter der Extraklasse im Kasten hatte. Besonders Goalgetter Dirk Holzner musste dies schmerzvoll erfahren. Er fand  kein Mittel um Sowden zu bezwingen, zog sich fast den Unmut seines Trainers zu ob der schlechten Wurfausbeute. Ab dem 6:4 jedoch stand eine Abwehr auf dem Platz die sich diesen Namen auch verdiente. Und für Dirk Holzner sprangen endlich mal andere Spieler in die Bresche. Nonnenmacher mit seinem unwiderstehlichem Tordrang, hatte sein Visier mit fünf Treffern bestens eingestellt und war auch auf der halblinken Abwehrseite eine Bank. Auf der halbrechten avancierte Youngster Christan Fritz mit insgesamt sieben Treffern zum Torschützenkönig. Es gab kaum noch ein Durchkommen für den Gästesturm, doch die vielen sich ergebenden Chancen wurden nur mangelhaft genutzt. Sowden hielt seine Truppe im Spiel. Doch auch auf Sinzheimer Seite lief Torwart Peter Vrabel zur Hochform auf, daher hielt sich die Torausbeute auf beiden Seiten in Grenzen. Mit 14:12 wurden die Seiten gewechselt wobei bereits zu diesem Zeitpunkt eine selten hohe Zahl an nicht verwandelten Strafwürfen zu Buche stand.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war der BSV sofort hellwach, Trainer Beker coachte direkt auf der Abwehrlinie, animierte seine Jungs immer wieder. Beim 16:15 wurde es nochmals eng, doch der BSV legte immer wieder zu, hielt seine Führung über 18:15,21:18 und 25:22.In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig brenzlig als Felix Vogel einen Konter frei vor Sowden nicht verwandeln konnte, Peter Vrabel glänzte ebenfalls und parierte einen Konter der Gäste. In der Zwischenzeit hatte es P.Nonnenmacher böse erwischt, nach einem Schlag auf das Auge musste er minutenlang pausieren. Nochmals versiebte der BSV einen Strafwurf, den vierten in Serie. Doch mit einem direkt verwandelten Freiwurf von Christian Fritz waren alle Zweifel beseitigt. In den letzten zwei Minuten konnte der BSV seine Führung bis auf 30:26 ausbauen.

Man muss schon mal bis zum fünften Spieltag zurückgehen um sich zu erinnern das Sinzheims Deckung in einem Spiel nur 26 Gegentore kassiert hat. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdiente man sich zwei wichtige Punkte. Eine Leistung auf die man in den kommenden Wochen aufbauen kann.

Sinzheim: Bartz 3,Fritz 7,Kopecky 2,Vogel 2,Marlok 4,Nonnenmacher 5,Holzner 5/3,Brezina 1,Bergendi 1.

Nußloch: Scholtes 4,D.Müller 1,Masica 1,Erles 1,C.Müller 1,Catak 6,Djozic 5/3,Mantek 5,Kulikowski 2

Zuschauer: 300

Schiedsrichter: Gekeler und Stielow (Engstingen/Reutlingen)

e.c.

Aktualisiert (Sonntag, 07. März 2010 um 13:38 Uhr)